Bildungskarenz statt Kurzarbeit – eine Auszeit für Arbeitnehmer zur Weiterbildung

Viele Angestellte befinden aufgrund der Coronakrise in Kurzarbeit. Jedoch ist dieses Modell der Kurzarbeit momentan nur auf drei Monate beschränkt bzw. kann bei Bedarf um maximal weitere drei Monate verlängert werden. Viele Unternehmen und Arbeitnehmer stehen zurzeit vor schwierigen Entscheidungen aufgrund der Pandemie.

Bildungskarenz statt Kurzarbeit

Das Coronavirus kann allerdings als Chance gesehen werden, sich auf sichere Weise eine Auszeit für Weiterbildung zu nehmen. Eine Auszeit und Gelegenheit für Beschäftigte in Österreich, sich von ihrem Job für mehrere Monate vollständig oder teilweise freistellen zu lassen, um sich weiterzubilden – in Form der Bildungskarenz. Während dieser Freistellung bleiben die Mitarbeiter dem Unternehmen erhalten und besuchen eine Weiterbildung. Es entstehen dabei keine Lohnkosten für Arbeitgeber und der Lohnausfall wird für die Mitarbeiter durch ein Weiterbildungsgeld vom AMS abgefedert, wenn bestimme Bedingungen erfüllt werden. Darüber hinaus können Angestellte während dieser Zeit bis zur Geringfügigkeitsgrenze dazuverdienen.

Voraussetzungen der Bildungskarenz

Der Antritt einer Bildungskarenz durch den Arbeitnehmer ist jedenfalls mit dem Arbeitgeber zu vereinbaren. Eine Bildungskarenz kann für die Dauer von mindestens zwei Monaten bis zu einem Jahr vereinbart werden, sofern das Arbeitsverhältnis mindestens sechs Monate ohne Unterbrechung gedauert hat. Ihre Bildungskarenz können sie innerhalb von 4 Jahren nutzen.

Als Weiterbildung gelten Bildungsmaßnahmen wie etwa Studien- und Schulabschlüsse, Kurse oder Lehrgänge mit beruflichem Bezug. Diese können im In- oder Ausland absolviert werden. Worin man sich jedoch in der Bildungskarenz weiterbildet, ist jedem selbst überlassen.

Die E-Learning Group ermöglicht Weiterbildung trotz der Corona-Krise

Viele Weiterbildungsangebote erfordern die persönliche Anwesenheit und stehen aktuell aufgrund der Ausgangsbeschränkungen nicht zur Verfügung. Doch die E-Learning Group hat auch genau dafür eine Lösung: Die digitalen Zertifikatskurse, Diplomlehrgänge und MBA Fernstudienprogramme, die von uns in Kooperation mit renommierten Hochschulen durchgeführt werden, finden gänzlich online statt und sind für eine Bildungskarenz geeignet.

Für einen Diplomlehrgang können Sie vier Monate Bildungskarenz in Anspruch nehmen. Bei einer Absolvierung von zwei Diplomlehrgängen hintereinander, hat man ein Anrecht auf acht Monate Bildungskarenz.

Auch unsere Online Zertifikate eignen sich für Bildungskarenz: Für unsere Advanced-Zertifikate können zwei Monate Bildungskarenz beantragt werden.

Die Weiterbildungsangebote der ELG finden zu 100 % online statt und erfordern keine Präsenzeinheiten. Alle Lehrmaterialien werden digital zur Verfügung gestellt, sogar Prüfungen absolvieren Sie online – wann und wo Sie wollen. Ihre Weiterbildung können Sie somit bequem und vor allem sicher von zuhause aus absolvieren.

Vorteile einer Bildungskarenz

Zu den Vorteilen einer Bildungskarenz zählen:

  • Ihr Arbeitsplatz ist trotz Ihrer Weiterbildung gesichert
  • Finanzielle Absicherung durch Weiterbildungsgeld
  • Die ELG ermöglicht eine zeit- und ortsunabhängige Weiterbildung – zu 100% online
  • Gesteigerte Qualifikationen, von denen auch Ihr Unternehmen profitieren kann
  • Neue Karrieremöglichkeiten
  • Ersparte Personalkosten für Unternehmen
  • Möglichkeit zur geringfügigen Arbeit während der Bildungskarenz
  • Erhaltung der Strukturen von Unternehmen während der Krise

Eine Bildungskarenz als alternative Lösung zur Kurzarbeit bietet in Krisenzeiten nicht nur etliche Vorteile für Arbeitnehmer, auch Arbeitgeber können davon profitieren, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Überbrücken Sie die derzeitige Lage mit Weiterbildung im Rahmen der Bildungskarenz, um danach mit neuen Qualifizierungen durchstarten zu können.

Bildungsurlaub in Deutschland

Auch in Deutschland gibt es eine Bildungsfreistellung für Arbeitnehmer, der sogenannte Bildungsurlaub.

Bei einem Bildungsurlaub handelt es sich um eine Freistellung von der Arbeit zum Zweck einer Weiterbildung. Arbeitnehmer in fast allen Bundesländern (mit Ausnahme von Bayern und Sachsen) haben einen gesetzlichen Anspruch auf Bildungsurlaub, wobei das Gehalt weitergezahlt wird – wie bei einem regulären Urlaub. In der Regel haben Angestellte einen Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub pro Jahr beziehungsweise zehn Tage in zwei Jahren. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass jedes Bundesland sein eigenes Bildungsurlaubgesetz mit abweichenden Regelungen gesetzt hat.

So haben in Berlin zum Beispiel Arbeitnehmer unter 25 Jahren sogar zehn Tage Bildungsurlaub pro Kalenderjahr (statt nur zweijährig) und für eine berufliche Weiterbildung darf der Anspruch mehrerer Jahre zusammengefasst werden. In Rheinland-Pfalz hingegen haben Auszubildende erst nach zwölf Monaten und alle anderen Arbeitnehmer sogar erst nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit einen Anspruch auf Bildungsurlaub. Im Saarland gilt dieser ab dem zweiten Ausbildungsjahr.

Schwerpunkte der Weiterbildung können vom Arbeitnehmer frei gewählt werden, jedoch ist Voraussetzung für eine Freistellung, dass der gewünschte Kurs als Bildungsurlaub anerkannt ist.